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Mit unserem Technik-Blog wollen wir unsere Kunden auf dem Laufenden halten. Welche aktuellen Technik-Trends gibt es, worüber diskutiert die Branche und was ist digital alles möglich? Wir haben die Antworten und geben sie gerne an unsere Kunden weiter 😉

PSD2 – Was steckt hinter der neuen EU-Zahlungsdienstrichtlinie?

Die Sicherheit im elektronischen Zahlungsverkehr erhöhen, Innovationen und Wettbewerb fördern sowie den Verbraucherschutz stärken. PSD2 (Payment Services Directive 2) wird die neue EU-Zahlungsrichtlinie genannt, die ab dem 14. September umgesetzt wird. Welcher Änderungen ergeben sich für unsere Kunden?

Hier ein Überblick:

Die Sicherheit und das Bankgeheimnis haben bei der Volksbank Emstal eG höchste Priorität. Zum Login ins Online-Banking werden unsere Kunden künftig alle 90 Tage nicht nur nach dem Passwort, sondern auch nach einer TAN gefragt. Warum dieser Extra-Aufwand? Alle Banken sind verpflichtet, Schnittstellen einzurichten, über die Drittdienstleister im Auftrag des Kunden jederzeit auf die Zahlungskonten zugreifen können.

Zeigen wir es anhand eines Beispiels: In vielen Internetshops gibt es verschiedene Zahlungsoptionen, wie Rechnung, Kreditkarte, paydirekt, aber auch häufig die „Sofortüberweisung“. Dabei handelt es sich eigentlich um eine „normale“ Überweisung, die der Kunde üblicherweise im Internetbanking seiner Bank ausführen könnte. Das ist natürlich praktisch und bequem. Der Teufel steckt bekanntlich im Detail.

Was läuft also im Hintergrund?

Technisch hat der Kunde der Sofort GmbH (das Unternehmen, das die Sofortüberweisung ausübt) seinen VR-NetKey/Alias und seine PIN übergeben. Mit diesen meldet sich die Sofort GmbH in unserem System an und löst die Überweisung aus. Allerdings kann die Sofort GmbH damit auch alles sehen und abrufen, was unser Kunde auch selbst sieht! Also auch weitere Giro- Tages-, Spar- oder Festgeldkonten inkl. aller vorhandenen Buchungen, Wertpapierdepots, Darlehen, Freistellungsdaten usw. Der Zugang steht der Sofort GmbH daher auch so lange offen, bis unser Kunde seine PIN ändert.

Um hier eine höhere Kundensicherheit zu garantieren und den Zugang für Drittanbieter zu schließen, muss der Kunde ab September alle 90 Tage zusätzlich eine TAN eingeben.

Wenn Sie derzeit das Online-Banking nur zur Einsicht Ihrer Konten, aber noch kein TAN-Verfahren nutzen, vereinbaren Sie mit Ihrem Berater einen Termin. Er wird sie hierfür freischalten und Ihnen alle weiteren Vorteile des Online-Bankings erklären.


Geldbeutel vergessen? Macht nichts!

Eine klassische Situation, die wahrscheinlich jeder schon einmal erlebt hat: In der Hektik des Alltags möchte man noch schnell die letzten Besorgungen machen und bemerkt viel zu spät, nämlich natürlich erst im Supermarkt, dass das Portemonaie noch zuhause auf dem Küchentisch liegt. Zum Glück ist das Smartphone meistens griffbereit – und das kann als mobiles Zahlungsmittel (Mobile Payment) am Bezahlterminal genutzt werden.

Doch wie funktioniert diese Zahlungsart eigentlich?

Das Bezahlen mit dem Smartphone ist kinderleicht. Eigentlich hat jedes neuere Smartphone (ab ca. 2012) einen NFC-Chip verbaut. NFC steht für Near Field Communication – sinngemäß übersetzt: Nahfeldfunk. Auf diesen Chip wird eine digitale Girocard hinterlegt, die von dem Bezahlterminal erkannt wird. Sobald die Transaktion an der Kasse freigegeben wurde und das Handy nah genug an das Terminal gehalten wird, erfolgt die Zahlung.

Ein Markt – zwei Betriebssysteme

Auf dem Smartphone-Markt gibt es zwei konkurrierende Systeme: Android von Google und iOS von Apple. Deshalb gibt es einige Unterschiede bzw. Einschränkungen bei der Zahlung mit einem Smartphone.

Mit dem klassischen Android-Smartphone (also Handys von Samsung, Sony, Huawei, etc.) können Sie unsere App "Digitale Karten" nutzen. Diese App ermöglicht eine Zahlung mit Ihrer (digitalen) girocard oder Kreditkarte. Für das Android-Betriebssystem gibt es auch noch weitere Mobile Payment Anbieter, die Sie entsprechend im Google PlayStore finden. Unser Tipp: Nutzen Sie immer Apps von Ihrem Kreditinstitut, also in unserem Fall von den Volksbanken.

Nutzer von Apple Smartphones (iPhone) haben "nur" die Möglichkeit ihre kontaktlose Zahlung über das integrierte System Apple Pay an Terminals zu tätigen. Apples Sicherheitsvorkehrung gewähren bisher nur einen Zugriff auf den NFC-Chip durch Apple-Anwendungen. Dies bedeutet (bisher), dass den Kreditinstituten keine Möglichkeit eingeräumt wird, eine eigene Anwendung zu entwickeln, die das mobile Bezahlen ermöglicht.

Wie sicher ist das Bezahlen mit der digitalen Karte eigentlich?

  • Fakt ist: Der Abstand zwischen Smartphone und Lesegerät darf maximal vier Zentimeter betragen, was unbeabsichtigte Zahlungen verhindert. Zudem machen folgende Faktoren ein Auslesen der Daten während des Bezahlvorgangs sowie eine unautorisierte Abbuchung durch Dritte unmöglich
  • Nur wenige Daten sind beim kontaktlosen Bezahlen frei auslesbar. Dazu gehören die Kartennummer, die Bankleitzahl, die Kontonummer, Gültigkeitsdatum und Länderkennung der Karte sowie technische Daten zur Steuerung der Transaktion.
  • Es kann immer nur eine Transaktion erfolgen. Identifiziert das Lesegerät mehrere Karten gleichzeitig, bricht es die Transaktion sofort ab.
  • Bei Beträgen von mehr als 25 Euro ist bei den meisten Banken zusätzlich die Eingabe der PIN erforderlich.

Braucht es zum Bezahlen eine Internetverbindung?

Nein, Sie können mehrere Bezahlvorgänge durchführen ohne online zu sein. Ist später wieder eine Internetverbindung verfügbar, läd Ihr Smartphone die nötigen kryptografischen Daten nach.

Beim Smartphone-Wechsel: Kann ich auch mit meinem neuen Gerät mobil bezahlen?

Ja, aber wenn Sie Ihr Smartphone wechseln, ist eine Neuinstallation der VR-BankingApp notwendig. Die digitalen Karten werden durch einen automatisierten Download neu geladen.

Noch weitere Fragen?

Wir freuen uns auf Ihre Mail an support@vb-emstal.de